Produktivität lässt sich als Wertschöpfung pro Stunde, pro Kopf oder pro eingesetzter Einheit Kapital und Arbeit definieren. Je nachdem, welche Variante genutzt wird, entstehen stark abweichende Trends. Wir erläutern, wie Kapitalintensität, Auslastung, Zyklizität und Qualitätsverbesserungen verdeckte Bewegungen erzeugen, und zeigen, weshalb die Stunde als Bezugseinheit oft robuster ist. Ein klarer Rahmen verhindert, unterschiedliche Größen unbemerkt zu vermischen.
Reallohnmessung hängt am richtigen Deflator, an der Lohnkomponente und an der Verteilungsperspektive. Konsumentenpreisindizes, BIP-Deflatoren oder Kerninflation erzählen verschiedene Geschichten. Wir diskutieren, warum Median statt Durchschnitt wichtige Ausreißer dämpft, wie Boni und Sachleistungen berücksichtigt werden sollten, und weshalb regionale Preisunterschiede überraschende Ergebnisse erzeugen können. So wird eine faire, nachvollziehbare Sicht auf Kaufkraftentwicklung möglich.
Trends wirken je nach Start- und Endpunkt dramatisch oder harmlos. Basisjahre, Revisionen und Strukturbrüche, etwa durch Krisen oder Steuerreformen, verzerren Reihen still und leise. Wir zeigen, wie Indexierung, Kettenindizes und logarithmische Skalen helfen, Illusionen zu vermeiden. Wer schlichte Prozentvergleiche durch robuste Log-Differenzen und rollierende Fenster ersetzt, erkennt Muster, Wendepunkte und Phasenwechsel wesentlich zuverlässiger und konsistenter.
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